[Fotos/Bilder] Wie sich das Bewusstsein bei Madoka nach 13 Jahren verändert hat: Interview mit Aoi Yuki zu »Puella Magi Madoka Magica The Movie: Walpurgisnacht: Rising« 1
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»Puella Magi Madoka Magica The Movie: Walpurgisnacht: Rising« kommt am Freitag, den 28. August 2026, in die Kinos. Dieser Film ist das neueste Werk der beliebten Serie »Puella Magi Madoka Magica«, die 2011 ausgestrahlt wurde und zu einem gesellschaftlichen Phänomen avancierte. Er setzt die Geschichte fort, die mit dem 2013 erschienenen Film »Puella Magi Madoka Magica: Der Film - Rebellion« begann.

In »Walpurgisnacht: Rising« schlüpft die Synchronsprecherin Aoi Yuki erneut in die Rolle der Hauptfigur Madoka Kaname. Obwohl Madoka zu einem gottgleichen Wesen aufstieg, das als „Gesetz des Kreises“ bekannt ist, lebt sie wieder als gewöhnliches Mädchen, nachdem Homura Akemi sich in einen Dämon verwandelte und die Welt umgestaltete. Wir haben im Interview nachgefragt, wie sich Yukis Einstellung und Herangehensweise an die Rolle durch den Lauf der Zeit verändert haben.

—— 13 Jahre nach »Rebellion« und 15 Jahre nach der TV-Serie kommt nun ein neuer Film in die Kinos.

Yuki: Als wir damals die TV-Serie aufnahmen, gab es Dinge, die ich nicht richtig in Worte fassen konnte – erst als ich älter wurde, gelang mir das ... Obwohl im Titel von »Madoka Magica« Madokas Name steht, ist die eigentliche Erzählerin Homura-chan, ein Mädchen, das es nicht geschafft hat, sich selbst zur Hauptfigur zu machen ...

Sie hat die Kontrolle über ihr Leben sozusagen an eine andere Person, nämlich Madoka, abgegeben. Weil sie Madoka in den Mittelpunkt ihres eigenen Lebens gestellt hat, ist es zu all dem gekommen.

Madoka möchte ihr diese Kontrolle vermutlich mit den Worten zurückgeben: „Deine Geschichte gehört dir selbst.“ Ich glaube, genau das versucht sie die ganze Zeit.

Tatsächlich behält Madoka konsequent die Kontrolle über ihre eigene Geschichte, weshalb auch sie eine Hauptfigur ist. Als mir diese Struktur klar wurde, spürte ich, dass auch »Walpurgisnacht: Rising« genau diese Kernbotschaft vermittelt. Das hat mich selbst tief nachdenken lassen.

—— Die Geschichte hat einen riesigen Rahmen, aber es steht außer Zweifel, dass die beiden Mädchen Madoka und Homura das Herzstück bilden, nicht wahr?

Yuki: Man spürt in diesem Film deutlich, dass Madoka bei dem, was sie sich vorgenommen hat, niemals nachgibt. Bis zu »Rebellion« wirkte Madoka vielleicht wie eine tragische Heldin, aber hier zeigt sich ganz klar: „Von wegen! Sie ist in Wahrheit ein unglaubliches Kraftpaket“ (lacht).

Gerade weil mir klar wurde, dass diese Geschichte von einer Göttlichkeit erfüllt ist, die selbst Dämonen fasziniert, wollte ich sie als ein ganz normales Mädchen sprechen.

—— War Ihre Herangehensweise also eine andere als bei der TV-Serie oder bei »Rebellion«?

Yuki: Ich glaube nicht, dass Madoka sich als Person verändert. Denn dies ist eine Welt, von der Homura-chan möchte, dass sie genau so bleibt. Sie setzt alles daran, Madoka unverändert zu halten – weshalb ich es fast schon unheimlich finde, dass sie sich nicht verändert.

Madoka ist ein herzensguter Mensch. Wenn sie neue Menschen trifft, entwickelt sie sich zwangsläufig ein Stück weit weiter, indem sie sich an ihr Gegenüber anpasst. Diese Instabilität wird jedoch durch Dinge außerhalb des reinen Schauspiels vermittelt, weshalb ich darauf achten musste, es nicht zu übertreiben.

Diese unfertige, instabile Ausstrahlung – als Teenager trug ich diese Unsicherheit selbst in mir und konnte sie ganz unbewusst abrufen. Heute muss ich das jedoch ganz bewusst steuern. Schließlich trennen mich und Madoka inzwischen etwa 20 Jahre (lacht).

—— Madoka ist eine der prägendsten Rollen Ihrer frühen Karriere. Ist es schwierig, an die damalige Darbietung anzuknüpfen?

Yuki: Damals habe ich wirklich genauso gelitten und gezweifelt wie Madoka – manchmal war ich sogar wütend über ihre übertriebene Güte. Ich bin die Rolle mit einer echten Kämpfernatur angegangen: Nach jedem Fehlversuch habe ich es immer wieder versucht, bis es passte. Wenn man das Jahre später reproduzieren soll, muss man genau diese Hingabe neu beleben.

Beim Versuch, diese Verzweiflung erneut abzurufen, war mir klar, dass manche Nuancen nur damals entstehen konnten. Als Profi spürte ich aber auch die Verantwortung: „Wie gut ich das jetzt hinbekomme, hängt ganz von meinem Können ab.“

—— In den letzten Jahren haben Sie viele Charaktere mit sehr prägnanten Eigenheiten gesprochen. Wenn man auf Ihre früheren Arbeiten zurückblickt, ist man überrascht von Madokas Reinheit.

Yuki: Bei schrägen oder extremen Charakteren kann man wie mit einem Schalter sofort in die Rolle schlüpfen. Aber ein neutraler Charakter wie Madoka erfordert es, dauerhaft an feinsten Stellschrauben zu drehen – das ist extrem schwierig.

Mittlerweile habe ich als Sprecherin eigene Eigenheiten entwickelt, die auch dem Publikum vertraut sind. Es ist eine Herausforderung, die Leute all das vergessen zu lassen, damit sie wirklich nur Madoka wahrnehmen.

Außerdem ist es am schwersten, ein ganz normales Mädchen zu spielen ... Weil ihre Persönlichkeit stark durch die Reaktionen anderer geformt wird, hängt alles vom Umfeld ab. Ein solches Mädchen als eigenständige Figur zu gestalten ist unglaublich knifflig, aber genau das macht Madokas Reiz und Niedlichkeit aus. Deshalb mag ich Madoka heute sogar viel lieber als damals. Ich fange schon an, Homura-chans Perspektive einzunehmen und mir einfach nur zu wünschen, dass sie glücklich wird (lacht).

—— Sie erwähnten die Bedeutung des Umfelds. Konnten Sie die Sprachaufnahmen gemeinsam mit dem restlichen Ensemble durchführen?

Yuki: Der Hauptcast konnte gemeinsam aufnehmen. Madoka ist eine Figur, die primär auf die Impulse anderer reagiert. Die gewohnte Runde um mich zu haben, hat mir enorm geholfen, wieder in die damalige Madoka hineinzufinden.

Außerdem hilft es mir sehr, mich wieder wie Madoka zu fühlen, wenn ich die Namen der anderen rufe. Selbst bei Aufnahmen abseits von »Walpurgisnacht: Rising«, wie etwa für Videospiele oder Pachinko-Automaten: Sobald ich in Madokas Tonfall „Homura-chan! Sayaka-chan! Kyoko-chan!“ rufe, kommen wie von selbst die Erinnerungen an damals zurück (lacht).

Alle: (lachen)

—— In der Tat hat man das Gefühl, dass Madoka sehr oft die Namen anderer ruft.

Yuki: Das ist absolut so! Sie ruft viel öfter die Namen anderer, als dass sie eigene berühmte Zitate spricht. Sie ist ein Mädchen, das unglaublich oft Namen ruft – ein Mädchen, das alle wieder zu sich zurückruft.

—— Zum Abschluss noch eine klassische Frage: Haben Sie eine Nachricht an die Fans, die der Premiere entgegenfiebern? Da es schwer ist, »Walpurgisnacht: Rising« ohne Spoiler zusammenzufassen, ist das sicher keine leichte Aufgabe ...

Yuki: Das stimmt allerdings (lacht). Holen wir also etwas weiter aus! Ich denke, dass »Madoka Magica« über die Jahre zu einem Mythos geworden ist. Ich würde mich freuen, wenn Sie im Kino hautnah miterleben, wie dieser Mythos nun endlich wieder in Echtzeit zum Leben erwacht.

—— Was für ein wunderbares Schlusswort!

Yuki: Weil es wirklich ein Mythos ist! Ich bin überzeugt, dass man das Universum von »Madoka Magica«, erschaffen mit der überwältigenden Technologie von heute, mit allen Sinnen genießen wird.

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Welches Schicksal erwartet die von Yuki erneut gesprochene Madoka in »Walpurgisnacht: Rising«? Erleben Sie dieses visuelle Meisterwerk selbst im Kino.

Interview, Fotos & Text / kato
(C)Magica Quartet/Aniplex,Madoka Project

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