— Haru tritt ab Folge 8 richtig in Erscheinung, aber die Geschichte nimmt ab Folge 10, in der sie Eiyu küsst, rasant an Fahrt auf, nicht wahr?

Urao: Es ist schon Wahnsinn, dass die erste Kussszene in einer Romcom so aussieht. Fast wie ein Gag (lacht).

Yamamoto: Ja, das ist heftig! Für Leute, die durch den Anime dazugekommen sind und sich gefragt haben, wann Haru wohl auftaucht, war es sicher ein Schock: „Der erste Kuss ist mit dir?!“ (lacht).

Urao: Und zu diesem Zeitpunkt weiß Eiyu zwar, dass sie ein Mädchen ist, und ist ein bisschen nervös, aber die Tatsache, dass sie Freunde sind, steht im Vordergrund. Da dachte ich: Genau das ist „You Can't Be In a Rom-Com with Your Childhood Friends!“. Dass die erste Kussszene als Witz dargestellt wird, finde ich einfach klasse.

— Es fängt mit „Comedy“ an und wandelt sich dann zu „Love“.

Yamamoto: Außerdem ist die gute Beziehung der Heldinnen untereinander toll. Haru bemerkt sofort, wenn bei den anderen Mädchen oder bei Eiyu etwas nicht stimmt. Ich finde diese Einstellung großartig, dass alle wollen, dass jeder in Topform ist, wenn es um die Liebe geht. Keiner sticht den anderen aus, sondern alle ziehen an einem Strang.

Urao: Haru hat eine hohe Auffassungsgabe, aber es mangelt ihr an Bedachtsamkeit. Dadurch zwingt sie die anderen, ihre wahren Gefühle preiszugeben. Bei Eiyu ist das besonders der Fall.

Yamamoto: Ganz genau!

Urao: Haru bringt seine Seite als Mann mit voller Wucht zum Vorschein.

Yamamoto: Das ist etwas, was ich an Haru-chan so mag. Sie kann die Dinge aussprechen, die man gerne hören möchte.

Urao: Und (Eiyu) kriegt auch mal Ärger von ihr.

Yamamoto: Richtig, sie schimpft auch mal mit Eiyu.

Urao: Das hat mich wirklich mitten ins Herz getroffen ...

— Im Originalwerk waren auch die Basketball-Szene und das Anstarr-Spiel (Niramekko) sehr einprägsam.

[Fotos/Bilder] „Gerade als man dachte: Wann taucht Haru eigentlich auf ...“ Interview mit Takehiro Urao & Yuki Yamamoto zum TV-Anime „You Can't Be In a Rom-Com with Your Childhood Friends!“ 3
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Urao: Das Anstarr-Spiel hat Spaß gemacht, aber besonders die Basketball-Szene aus der Kindheit war wirklich hart ...!

Yamamoto: Urao-san hat sich mit dieser hohen Stimmlage wirklich abgemüht (lacht). Die Kindheitsszenen sahen immer ziemlich anstrengend aus, oder?

Urao: Wenn es nur ein normales Gespräch gewesen wäre, ginge es ja noch. Aber in den Szenen mit Haru fetzen wir uns ja ununterbrochen.

Yamamoto: Vor allem, da solche Kindheitsrollen ja oft von Synchronsprecherinnen übernommen werden ...

Urao: Ich dachte mir echt: Übernehm du das doch bitte für mich, Yamamoto-san (lacht).

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