[Fotos/Bilder] „Ich wollte absolut nicht auf etwas Bestimmtes abzielen“ – Worauf hat Satoshi Tsuruoka, die Stimme von Fumihiko Takaba in „JUJUTSU KAISEN Season 3: The Culling Game Part 1“, bei seiner Darstellung besonders geachtet? 1
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„JUJUTSU KAISEN Season 3: The Culling Game Part 1“ wird derzeit ausgestrahlt. Der Protagonist Yūji Itadori und seine Gefährten stürzen sich in das „Culling Game“, einen mörderischen Kampf zwischen denjenigen, die über Fluchkraft verfügen. Die Serie besticht durch ihre tiefgründige visuelle Darstellung, und das Erscheinen zahlreicher neuer Jujutsu-Magier ist einer der Höhepunkte. Unter diesen Magiern sticht eine Figur besonders hervor: Fumihiko Takaba, der im Rahmen des „Culling Game“ neu als Magier erwacht ist.

Vor seinem Erwachen war Takaba ein erfolgloser 35-jähriger Comedian, doch sein Eintritt in das „Culling Game“ hinterließ ordentlich Eindruck. In diesem Artikel führen wir ein Interview mit Satoshi Tsuruoka, dem Synchronsprecher von Fumihiko Takaba. Seine Herangehensweise an die Rolle von Takaba – einer Figur, die man als ein einziges Bündel an Exzentrik bezeichnen kann – war überraschend simpel.

—— Wurde die Rolle des Takaba durch ein Vorsprechen (Audition) entschieden?

Tsuruoka: Ja, genau. Ich wurde direkt gefragt, ob ich für diese Rolle vorsprechen möchte.

—— Was war Ihr erster Eindruck von Takaba, dem 35-jährigen, erfolglosen Comedian?

Tsuruoka: Das geht jetzt direkt in die Tiefe, aber ich denke, für einen Comedian ist es die absolute Niederlage, wenn man auf der Bühne steht und niemanden erreicht – wenn man einfach „bombt“. Ich war früher selbst als Bühnenschauspieler tätig und gab Momente, in denen ich nach dem Auftritt nicht aufgefallen bin und mich auf dem Heimweg fragte, was ich da eigentlich erreicht habe. Deshalb konnte ich sein niedergeschlagenes Auftreten nur zu gut nachempfinden; ich habe pure Empathie für ihn empfunden.

Allerdings gab es in meinem Fall keinen Senpai, der mich nach dem Auftritt ansprach, also musste ich meinen Weg allein finden. Vielleicht hatten meine älteren Kollegen selbst so viel zu tun, dass sie keinen Kopf dafür hatten, aber gerade deshalb dachte ich beim Lesen: „Ich wünschte, ich hätte damals auch jemanden wie Ken-san gehabt, der solche Worte für mich findet.“ Ich war fast ein bisschen neidisch auf Takaba (lacht).

—— Haben Sie Ken-sans Worte an Takaba also auch ganz persönlich gespürt?

Tsuruoka: Ja, sie haben mich sehr getroffen. Ich glaube, Takaba wird von dem Wunsch angetrieben, Menschen zum Lachen zu bringen, aber es gehört wahnsinnig viel Mut dazu, vor Leuten aufzutreten, oder? Ich hatte damals auch eine gewisse Entschlossenheit, aber es ist keine Welt, in der alles so einfach glattläuft. Deshalb fühlte sich sein Anblick, wie er da mit hängenden Schultern stand, genau wie mein eigenes Ich in meinen frühen 20ern an. Ich empfand das als sehr liebenswert.

—— Trotzdem ist Takaba ein Charakter mit enormer Wirkung, sobald er das Schlachtfeld des „Culling Game“ betritt. Worauf haben Sie beim Schauspiel von Takaba besonders geachtet?

Tsuruoka: Ich wollte absolut nicht auf etwas Bestimmtes abzielen. Was im Skript steht und was im Original-Manga gezeichnet ist, ist alles, was zählt. Und ansonsten einfach: Voller Energie sein!

Alle: (lacht)

—— Das passt zu Takaba (lacht). Übrigens: Takaba ist ja von einem Charakter aus einer bestimmten Comedy-Show beeinflusst. Haben Sie diese Essenz in Ihr Schauspiel einfließen lassen?

Tsuruoka: Nein, überhaupt nicht. Das Skript für das Vorsprechen bestand aus Szenen, in denen die Stimmung extrem hochgepeitscht war. Ich dachte mir, sie wollen wohl sehen, wie weit ich emotional „ausrasten“ kann (lacht). Deshalb war mein Konzept einfach, ihn mit voller Power zu spielen.

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