[Fotos/Bilder] „Ich beneide Takaba“ – Welcher Lebensweg offenbart sich durch den Charme von Fumihiko Takaba im Anime „JUJUTSU KAISEN“? 【Interview mit Synchronsprecher Satoshi Tsuruoka】 1
Fotos zu diesem Artikel ansehen (2 Bilder)

Seit Januar 2026 läuft die dritte Staffel von „JUJUTSU KAISEN Season 3: The Culling Game Part 1“. Dass der Protagonist Yūji Itadori und seine Gefährten in das „Culling Game“ – einen mörderischen Kampf zwischen Fluchnutzern – geworfen werden, wird in einer überaus eindrucksvollen visuellen Sprache dargestellt und sorgt für viel Gesprächsstoff.

Unter den zahlreichen, höchst individuellen Magiern, die am „Culling Game“ teilnehmen, zieht besonders Fumihiko Takaba mit seinem Hintergrund als erfolgloser Comedian die Aufmerksamkeit auf sich. Satoshi Tsuruoka, der Synchronsprecher von Takaba, gibt an, dass er die Rolle mit dem festen Konzept angegangen ist, sie „mit voller Energie“ zu spielen.

In diesem Interview sprachen wir mit Tsuruoka, der eine tiefe Empathie für Takaba empfindet. Durch die Figur des Takaba kamen wir auf ein Thema zu sprechen, mit dem sich jeder identifizieren kann, der einen selbst gewählten Weg beschreitet.

—— Ich habe die Vorlage vor diesem Interview noch einmal gelesen und dabei erneut gemerkt, was für ein guter Kerl Takaba eigentlich ist. Er ist ein Charakter mit sehr menschlichem Charme. Wo liegt für Sie persönlich dieser Reiz von Takaba?

Tsuruoka: Es ist definitiv seine Entschlossenheit, unter allen Umständen immer wieder auf die Bühne zu gehen. Ich selbst bin ja auch nicht Schauspieler geworden, weil mich jemand darum gebeten hätte. Einfach ausgedrückt: Wenn man sich an einen etwas erhöhten Ort stellt, um dort etwas zu präsentieren, dann ist das für diese Person bereits eine Bühne.

Aber in dem Moment, in dem man den Wunsch verspürt, berühmt zu werden oder den Durchbruch zu schaffen, mischt sich dieses Verlangen unter den ursprünglichen Gedanken, einfach nur Menschen zum Lachen bringen zu wollen. Wenn das Gefühl, „erfolgreich sein zu wollen“, alles andere überlagert, wird es schmerzhaft. Darin unterscheide ich mich überhaupt nicht von ihm.

—— Das ist ein Punkt, den wahrscheinlich jeder nachfühlen kann, der mit Herzblut an einer Sache dranbleibt.

Tsuruoka: Auch ich habe mich früher einfach nur gefreut, wenn Leute mein Schauspiel sahen, dadurch verschiedene Emotionen empfanden und innerlich bewegt waren. Aber als Synchronsprecher gibt es eben auch die Seite, dass man ein Profi ist und damit sein Geld verdienen muss. Wenn der Erfolg ausbleibt und man sich fragt, was man eigentlich falsch macht, dann fangen die Worte, die Ken-san (dem erfolglosen Takaba) entgegenwirft, an, tief in einem zu resonieren.

—— Sie meinen den Satz: „Es gibt zwei Arten von Leuten, die dauerhaft Erfolg haben: Diejenigen, die immer lustig sind, und diejenigen, die sich dauerhaft einbilden können, lustig zu sein.“

Tsuruoka: Ich habe für mich beschlossen, dass ich zur zweiten Kategorie gehöre. Ich habe mir quasi selbst suggeriert, dass mein Schauspiel „cool“ ist, und versucht, alles andere auszublenden. Darin ähnle ich Takaba sehr. Er ist ein Mann, den ich so sehr mag, dass ich gerne mal mit ihm essen gehen und über alles Mögliche reden würde (lacht). Seine Unverwüstlichkeit, sich nicht unterkriegen zu lassen, und die Reinheit, mit der er immer wieder die Bühne betritt – das macht seinen Charme aus.

Nächste Seite
Deutsch
Fotos zu diesem Artikel ansehen (2 Bilder)