[Fotos/Bilder] „Diese Formulierung fühlt sich nicht wirklich nach Kamui an“ – Welche Herausforderung suchte Satoshi Hino beim Dubbing? 【Interview zu „Shin Gekijouban Gintama: Yoshiwara Dai Enjou“】 1
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Seit dem 13. Februar (Freitag) läuft der neueste Teil der populären Anime-Serie „Gintama“, „Shin Gekijouban Gintama: Yoshiwara Dai Enjou“, in den Kinos. Die Geschichte spielt im unterirdischen Vergnügungsviertel Yoshiwara Paradies und thematisiert die familiäre Liebe und die Bande zwischen dem Jungen Seita und Hinowa, von der er glaubt, sie könne seine Mutter sein. Die Fans zeigen sich zunehmend begeistert von der Story rund um Gintoki Sakata und die anderen Mitglieder der Alles-Agentur Yorozuya, die eine Mischung aus Comedy und ernsten Tönen bietet.

In diesem Artikel haben wir ein Interview mit Satoshi Hino geführt, dem Synchronsprecher des Rivalen Kamui, der den Schlüssel zur Geschichte in den Händen hält. Wir sprachen mit ihm vor allem über seine Eindrücke von den Aufnahmen.

—— Wie fühlen Sie sich, nachdem die Aufnahmen nun abgeschlossen sind? Rie Kugimiya, die Stimme von Kagura, kommentierte ebenfalls, dass die Aufnahmen „über wenige Tage in einem rasanten Tempo“ stattfanden und sie „alles gegeben“ habe. Man kann erahnen, wie anstrengend es war.

Hino: Meine eigenen Aufnahmen für „Yoshiwara brennt“ dauerten zwar nur einen Tag, aber an diesem einen Tag haben wir komplett durchgezogen... Ich persönlich habe an Kamuis Ausdrucksweise und der Art der Stimmführung gearbeitet, also an der körperlichen Abstimmung. Kamui wirkt oft sehr unbeschwert und distanziert, daher habe ich bei der Darstellung im Studio versucht, etwas Spannung rauszunehmen. Anstatt mich mit voller Kraft hineinzustürzen, habe ich eher eine Haltung eingenommen, bei der ich die Dinge locker an mir abperlen lasse.

—— Mit wem standen Sie eigentlich gemeinsam im Studio?

Hino: Bei meinen Aufnahmen waren Daisuke Sakaguchi (Shinpachi Shimura), Rie Kugimiya-chan, Houchu Otsuka (Abuto) sowie meine Agentur-Kollegin Yuko Sanpei (Seita) und Kikuko Inoue (Hinowa) dabei.

—— Kamui hat doch recht viele Szenen. Haben Sie all diese an einem einzigen Tag aufgenommen?

Hino: Im Vergleich zur Alles-Agentur Yorozuya sind es dann doch nicht so viele. Er taucht eher an ganz bestimmten Schlüsselmomenten auf.

—— Diese Momente haben Sie bereits in der TV-Serie einmal gespielt. Auch wenn es ein Remake ist, ist es sicher ungewöhnlich, dass ein neuer Anime exakt dieselben Szenen oder ähnliche Dialoge wie ein früheres Werk enthält, oder?

Hino: Das stimmt. Heutzutage gibt es zwar viele Remakes, aber es ist für mich (in meiner Karriere) wohl das erste Mal, dass ich denselben Charakter in einem Werk spiele, in dem ich früher schon einmal mitgewirkt habe. Daher gab es Entdeckungen wie: „Ah, dieser Satz wurde also gestrichen.“

—— Diesmal mussten Sie wieder den Kamui aus der Anfangszeit spielen. Gab es Dinge, die Ihnen neu aufgefallen sind, gerade weil Sie nun durch die verstrichenen Jahre Kamuis Vergangenheit kennen?

Hino: Wenn ich Kamui über die gesamte Serie hinweg betrachte und nun wieder zum Kamui vom Anfang zurückkehre, spüre ich eines ganz deutlich: Trotz allem blitzte schon damals eine Art Zuneigung zu seiner Schwester Kagura auf, die er zwar nicht offen zeigt, die aber im Inneren vorhanden ist.

Es ist nicht offensichtlich zu sehen, aber wenn man alle Puzzleteile zusammensetzt – einen kurzen Moment des Schweigens zwischen den Sätzen oder sein Verhalten –, dann konnte ich fühlen, dass ihm diese Liebe zu seiner Schwester und seiner Familie tief im Herzen doch wichtig ist.

—— Haben Sie diese Aspekte dann bei der Darstellung in diesem Kinofilm bewusst betont?

Hino: Bewusst gemacht habe ich es nicht. Aber durch die Erfahrung, die man über die Jahre gesammelt hat, ändert sich zwangsläufig die Überzeugungskraft der Worte. Ich habe darüber nachgedacht, wie ich das Ganze wieder an mein damaliges Ich annähern kann.

Es ist unmöglich, es komplett wie früher zu machen. Nicht nur ich, sondern auch die anderen Synchronsprecher sind über die Jahre gewachsen und haben an Erfahrung gewonnen. Ich dachte mir beim Spielen, dass es wohl am meisten Spaß macht, in diesem Kontext etwas Neues zu zeigen.

—— Da Sie Kamui nun erneut spielen: Gab es Momente, in denen Ihnen die Erfahrung aus den letzten 16 Jahren besonders geholfen hat?

Hino: Es gibt ja diese typische Art, wie Kamui Sätze formuliert. In „Yoshiwara brennt“ gab es diesmal eine Stelle, die etwas anders klang. Wo Kamui eigentlich so etwas wie „Ich töte dich doch glatt“ sagen würde, stand dort eher so etwas wie „Du wirst sterben“.

Beim Testlauf dachte ich mir: „Nein, diese Formulierung fühlt sich nicht wirklich nach Kamui an.“ Ich habe es dann in die Ausdrucksweise geändert, die er früher oft benutzt hat, und man sagte mir: „Ja, genau so muss es sein“, und hat es übernommen. Das war eine der neu hinzugefügten Original-Szenen für den Film. Solche Dinge kann man nur spüren, weil man Kamui schon so lange verkörpert.

Natürlich kann ich allein nicht entscheiden, ob diese Interpretation absolut richtig ist, aber es war eine Herausforderung, die ich gesucht habe.

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Hino schien bemüht, seine Darstellung an die von vor 16 Jahren anzulehnen, zeigte sich aber gleichzeitig motiviert für Herausforderungen, die gerade erst durch seine langjährige Erfahrung möglich wurden. Beim Schauen von „Shin Gekijouban Gintama: Yoshiwara Dai Enjou“ sollte man definitiv ein besonderes Augenmerk auf seine leidenschaftliche Performance legen.

Text/Ryuya
Fotos/kato
(C)空知英秋/劇場版銀魂製作委員

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