[Fotos/Bilder] „Ich bin auf eine gute Art entspannter geworden“ – Synchronsprecher Satoshi Hino über seine innere Gelassenheit nach jahrelanger Erfahrung [Interview zu „Shin Gekijouban Gintama: Yoshiwara Dai Enjou“] 1
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„Gintama“ ist als das Meisterwerk des beliebten Mangaka Hideaki Sorachi bekannt; die TV-Serie umfasste vier Staffeln mit insgesamt 367 Episoden. Der seit Freitag, dem 13. Februar, in den Kinos laufende Film „Shin Gekijouban Gintama: Yoshiwara Dai Enjou“ ist der vierte Kinofilm der Reihe. Er visualisiert den „Yoshiwara in Flammen“-Arc aus den Manga-Bänden 25 und 26 und sorgt durch originelle Elemente für Aufsehen – etwa durch Auftritte von Kotaro Katsura und der Shinsengumi, die in der ursprünglichen Vorlage in diesem Abschnitt nicht vorkamen.

In diesem Artikel führen wir ein Interview mit Satoshi Hino, der Stimme von Kamui, der als Rivale im Hintergrund die Fäden zieht. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, wie er das Werk „Gintama“ an sich sieht, was er von den neuen Story-Elementen hält und welche Einstellung er nach seiner langjährigen Karriere als Schauspieler erreicht hat.

—— Das von Sorachi-sensei gezeichnete „Gintama“ ist eine großartige Geschichte, die sowohl Comedy-Szenen als auch sehr emotionale Momente bietet. Wie nehmen Sie, Herr Hino, den Reiz und die Besonderheit dieses Werks wahr?

Hino: Ich finde es faszinierend, wie es die Zuschauer emotional nie loslässt und sie ständig in seinen Bann zieht. Wenn es nur Gags wären, wäre man wohl irgendwann gesättigt, und bei reiner Ernsthaftigkeit würde das Herz ermüden. Aber da alles in einer so exquisiten Balance aufgebaut ist, war ich jedes Mal aufs Neue überrascht und dachte: „Sorachi-sensei ist wirklich erstaunlich.“

Die Mimik der Charaktere und das Timing der Sketche sind extrem abgedreht und dadurch sehr stimulierend. Mein persönlicher Eindruck ist, dass es einen beim Zuschauen einfach immer wieder begeistert.

—— Auch „Yoshiwara in Flammen“ bietet eine Entwicklung zwischen Comedy und Ernsthaftigkeit. Welchen Eindruck hatten Sie von der Story dieses Films?

Hino: Von der Handlung her fühlt es sich wie das typische „Gintama“ an. Zusätzlich werden jedoch Themen wie familiäre Liebe, die man hier und da durchschimmern sieht, oder die Frage nach dem, was hinter dem Streben nach eigener Stärke liegt, sehr deutlich thematisiert. Also: Was ist Stärke eigentlich, oder was ist ihr Ursprung?

Ich bin an die Rolle mit dem Wunsch herangegangen, dass die Zuschauer solche Aspekte spüren und für sich selbst interpretieren können, um Freude an dem Film zu haben.

—— Diesmal gibt es die große Änderung, dass Katsura und die Shinsengumi auftauchen, die im Original-Manga und im TV-Anime nicht dabei waren. Welchen Eindruck hat das bei Ihnen hinterlassen?

Hino: In erster Linie dachte ich: „Zeigen sie das wirklich schon vorab?“ (lacht). Ich dachte eigentlich, das wäre eine Überraschung nach dem Kinostart, aber das Bildmaterial war schon in der Promotion-Phase zu sehen. Auch die Szene, in der Kamui und Katsura die Klingen kreuzen, kam bereits im Trailer vor. Ich war also sehr überrascht und dachte: „Ach, das zeigt ihr an dieser Stelle schon?“

—— Vielleicht, um gleichzeitig die Stärke von Kamui und die von Katsura zu demonstrieren. Kamuis Rivalen werden immer zahlreicher, nicht wahr?

Hino: Der grobe Rahmen basiert auf dem bisherigen „Yoshiwara in Flammen“-Arc, aber gerade die Einbindung der Shinsengumi war eine neue Änderung, die mich überrascht hat. Sie gibt dem Ganzen eine gute Würze. Genau deshalb dachte ich ja: „Oh, das zeigt ihr schon vorab?“ (lacht).

—— Seit Sie 2009 zum ersten Mal Kamui gesprochen haben, sind 16 Jahre vergangen. In dieser Zeit haben Sie sich sicher auch persönlich verändert. Wie blicken Sie auf diesen Zeitraum zurück?

Hino: Nun, in diesen 16 Jahren gab es Begegnungen mit vielen Werken und Rollen, einschließlich Kamui. Ich habe das Gefühl, dass ich durch die Arbeit an einer großen Vielfalt von Produktionen und Programmen wachsen konnte.

Gleichzeitig spüre ich in mir den Unterschied zwischen dem Kamui, den ich heute mit meiner gesammelten Erfahrung ausdrücken kann, und dem Kamui, den ich damals mit noch geringer Erfahrung verkörpert habe. In dem Sinne, dass man beides auf unterschiedliche Weise genießen kann, habe ich das Gefühl, mit dem Alter im positiven Sinne „entspannter“ geworden zu sein.

Im Sinne von: Man muss sich nicht mehr übermäßig unter Druck setzen, man darf sich selbst akzeptieren. Damals war der Drang, sich einfach nur anstrengen zu müssen und nach oben zu streben, viel stärker. Jetzt kann ich mich eher aus der Vogelperspektive betrachten und sagen: „So wie ich jetzt bin, ist es gut.“ In diesem Sinne ist es leichter geworden.

—— Würden Sie sagen, dass Sie durch Ihre Karriere mehr Spielraum gewonnen haben?

Hino: Es ist eher so, dass man mit dem Alter eben auch gewisse Grenzen erkennt. Dinge, die der Körper ausdrücken kann, Dinge, die man durch Erfahrung wettmachen kann, oder Dinge, in die man sich gerade mangels Erfahrung voll hineinstürzen muss. Man fängt an, das alles klarer zu sehen.

Dinge, die ich damals nicht verstand und in die ich deshalb einfach alles hineingeworfen habe, was ich für richtig hielt... Dadurch, dass ich sie durch Alter und Erfahrung nun bis zu einem gewissen Grad verstehe, kann ich mich auch mit den körperlichen Grenzen auseinandersetzen und erkenne Punkte, an denen ich nachsichtiger mit mir selbst sein kann. Ich denke, das ist das Ergebnis dieser langen Zeit.

Außerdem liegt es wohl daran, dass ich so viele verschiedene Rollen und Jobs gemacht habe. Weil ich so viele Charaktere, so viele Sets und so viele Kollegen – von erfahrenen Mentoren bis hin zu Nachwuchsschauspielern – gesehen habe, habe ich das Gefühl, dass auch mein eigenes Profil schärfer geworden ist.

—— Bitte richten Sie zum Abschluss noch eine Botschaft an die Fans.

Hino: Diejenigen, die den „Yoshiwara in Flammen“-Arc damals im TV-Anime gesehen haben, können ihn nun in Form von „Yoshiwara in Flammen“ ganz neu genießen. Es sind neue Ansätze enthalten, die es damals noch nicht gab.

Ich würde mich freuen, wenn auch junge Leute, die „Gintama“ noch nie gesehen haben, diese Gelegenheit nutzen, um die Genialität von „Gintama“ zu entdecken. Es ist völlig okay, mit diesem Film zu starten, und wenn das der Auslöser ist, sich auch die alten TV-Serien anzusehen und in die Welt von „Gintama“ einzutauchen, wäre ich sehr glücklich.

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Hino sprach über sein Wachstum durch die Rolle des Kamui, doch er ist sicher nicht der Einzige, der Fortschritte gemacht hat. Da auch die anderen Synchronsprecher gereift sein dürften, wäre es für Fans sicher spannend, vor dem Besuch von „Shin Gekijouban Gintama: Yoshiwara Dai Enjou“ noch einmal den ursprünglichen Arc im TV-Anime anzusehen, um die neue Tiefe in der darstellerischen Leistung zu entdecken.

Text / Ryuya
Fotos / kato
(C)空知英秋/劇場版銀魂製作委員

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