![[Fotos/Bilder] „Wenn ich es mache, wird es wohl zu Hikaru“ – Die Herausforderung des Rakugo für Synchronsprecherin Rie Takahashi und die Lebensweise von Hikaru Kōragi [Interview zu „Akane-banashi“]](https://times-abema.ismcdn.jp/mwimgs/d/e/724w/img_dee1bbede6d2ff0dbb70e41ac1213a24221111.jpg)
Der TV-Anime „Akane-banashi“, in dem die weibliche Synchronsprecherin Rie Takahashi – bekannt für verschiedene beliebte Animes wie die Rolle der Emilia in „Re:Zero – Starting Life in Another World“ oder die Rolle der Takagi-san in „Nicht schon wieder, Takagi-san“ – die Rolle der Hikaru Kōragi übernimmt, welche genau wie sie selbst eine junge Synchronsprecherin ist, sorgt derzeit für viel Gesprächsstoff.
In diesem Werk, das seit April ausgestrahlt wird, steht die Oberschülerin Akane Ōsaki im Mittelpunkt, die den höchsten Rang einer Rakugo-Meisterin, den „Shin'uchi“, anstrebt. Hikaru tritt dabei als Akanes Rivalin auf. Über Hikaru, die den Weg des Rakugo einschlägt, um ihre eigenen Fähigkeiten als Synchronsprecherin und Performerin auf die Probe zu stellen, hinterließ Takahashi auf der offiziellen Website den kraftvollen Kommentar: „Ich werde mich dem mit aller Kraft stellen.“
Wie hat sie den Charakter Hikaru erfasst und wie ist sie dem Rakugo begegnet? Wir haben sie in einem Interview nach ihren leidenschaftlichen Gedanken gefragt.
—— Neben der Tatsache, dass Hikaru sich als Synchronsprecherin an Rakugo versucht, ist sie ein Charakter mit vielen markanten Elementen, wie zum Beispiel der Tatsache, dass sie außerhalb der Öffentlichkeit im Hakata-Dialekt spricht.
Takahashi: Als angekündigt wurde, dass ich die Rolle der Hikaru übernehme, gab es in der Tat besorgte Stimmen wie: „Ist ihr Hakata-Dialekt in Ordnung?“ Aber bei jeder Aufnahme überprüft das jemand aus Fukuoka als Berater für den Hakata-Dialekt, sodass wir Hand in Hand zusammenarbeiten. Was den Hakata-Dialekt angeht, habe ich einen verlässlichen Partner an meiner Seite, also läuft alles bestens!
Vielmehr war ich ein wenig perplex, als der Hakata-Dialekt als das allererste Element von Hikaru genannt wurde. Es gab wohl Momente, in denen ich dachte: „Hikaru ist doch nicht nur das.“
—— Obwohl Hikaru als Synchronsprecherin erfolgreich Rollen bekommt, ist sie ein sehr ehrgeiziger und leidenschaftlicher Charakter, der Anerkennung für ihre eigene Leistung durch Schauspiel und Technik erlangen möchte und nicht nur für die Bewertung des Werks an sich. Als ich Sie bei der Talkshow zur Vorab-Vorführung der ersten Folge so leidenschaftlich sprechen sah, hat sich das Bild von Hikaru für mich damit überschnitten.
Takahashi: Der Wunsch, dieser Rolle gerecht zu werden und sie mit echter Technik zu vermitteln, wird immer größer und beschleunigt sich, je mehr ich mich mit Hikaru auseinandersetze.
Ich hoffe, dass die Zuschauer im Zuge der Anime-Adaption von „Akane-banashi“ mit hoher Sensibilität wahrnehmen, dass die Synchronsprecherin Hikaru Kōragi eine großartige Performerin ist. Ich selbst denke ganz stark: „Ein Mensch wie Hikaru Kōragi lässt sich nicht so einfach abstempeln.“
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—— Da Sie als Synchronsprecherin eine ähnliche Karriere wie Hikaru aufbauen, gibt es da bestimmte Punkte, an denen Sie sich besonders gut in sie hineinversetzen können?
Takahashi: Ja, das stimmt. Auf die Frage, warum Hikaru nach oben strebt, kann ich fast nur antworten, dass sie einfach so ein Wesen ist … Es liegt zwar auch am Beruf der Synchronsprecherin bzw. Schauspielerin, aber ich persönlich glaube, es ist ihre Lebensweise.
Ich denke, bei Hikaru is das wohl auch so: Weil sie ein Mensch ist, der sich bis zum Tod an das Ausdrücken und Darstellen klammert, werde ich auf genau dieselbe Weise angetrieben.
—— Genau wie Hikaru sich als Synchronsprecherin an Rakugo versucht, kann ich den Gedankengang sehr gut nachvollziehen, dass man Elemente aus anderen Bereichen einbezieht, um sich bei der Verfolgung eines Ziels zu verbessern. Allerdings denke ich auch, dass es ein Bereich ist, in den man sich schwer hineinversetzen kann, wenn man nicht selbst nach etwas Höherem strebt.
Takahashi: Als Grundvoraussetzung steht der Respekt vor dem Werk und den Charakteren. Ich denke, daraus entsteht ein Kreislauf, in dem man seine eigenen Fähigkeiten ständig verbessern möchte, um der Rolle gerecht zu werden und etwas Besseres zu erschaffen.
Das bedeutet nicht, dass man in eine andere Branche wechselt, weil man die Arbeit als Synchronsprecher auf die leichte Schulter nimmt, sondern man macht leidenschaftlich Rakugo, weil man die Arbeit als Synchronsprecher verbessern möchte. Wenn man von „zwei Standbeinen“ spricht, klingt das nach halbe-halbe, aber ich glaube, sie ist der Typ, bei dem sich die andere Seite um genauso viel steigert, wenn eine Seite um 100 steigt. Beides wird gebraucht, so in der Art. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber so ein Gefühl war das.
—— Das stimmt. Selbst wenn andere Leute daran zweifeln, kommt es letztlich nur darauf an, was man selbst darüber denkt.
Takahashi: Selbst wenn die Umgebung denkt: „Du machst das doch schon gut genug“, gibt es in ihr drin wahrscheinlich ein Gefühl des Hungers oder der Angst, dass es nicht reicht, wenn man so bleibt, wie man ist. Ich denke mir: „Schön, dass sie den Weg des Rakugo gefunden hat.“
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—— Hikaru präsentiert ihre Rakugo-Geschichten in einem Stil, der als „theatralischer Rakugo“ bezeichnet wird. Wie haben Sie, Frau Takahashi, durch das Training Ihren eigenen Rakugo-Stil als Hikaru entwickelt?
Takahashi: Da meine eigene Situation und Umgebung der Rolle erfreulicherweise sehr ähnelten, bin ich beim Lernen von „Shibahama“ zum Meister gegangen und habe gefragt: „Sollte ich das Stück für Hikarus Rakugo eher schauspielerisch dick aufgetragen lernen?“
Die Antwort war: „Konzentrieren Sie sich erst einmal wie bisher als Frau Takahashi auf Shibahama.“ Also habe ich mich zuerst als Rie Takahashi der Herausforderung gestellt, den Weg zu gehen, den ein Rakugoka gehen sollte, und mein Bestes gegeben, um mich dem Rakugo zu widmen.
Sicherlich durchläuft Hikaru denselben Weg. Sie macht Rakugo nicht mit der bewussten Absicht, es wie eine Synchronsprecherin klingen zu lassen, sondern das, was zufällig aus ihr herausströmt, wirkt eben wie das einer Synchronsprecherin.
Ob solche Aspekte wohl als Bereicherung für das Werk einkalkuliert wurden? Ich habe das Gefühl, dass ich die Rolle beim Vorsprechen erhalten habe, weil meine gesamte Persönlichkeit mit einbezogen wurde. Ich vertraue dem Produktionsteam und denke mir, sie haben mich vielleicht in dem Glauben ausgewählt, dass es zu Hikaru wird, wenn ich Rakugo mache.
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—— Übrigens wird Rakugo mündlich überliefert. Gab der ansatz als Schauspielerin Ihnen beim Üben und Trainieren irgendwelche Vorteile?
Takahashi: Ich fand, das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Wenn ich zum Rakugo-Training ging, tat ich das mit der Einstellung einer angehenden Rakugoka, daher glaube ich, dass sowohl die Gehirnhälfte als auch die innere Haltung, die man nutzt, anders sind. Im Beruf der Synchronsprecherin gibt es ja viele Facetten wie Anime-Synchronisation, Narration, Events oder Live-Streaming, und ich sehe es eher so, dass ich dem Ganzen nun ein neues Element namens „Rakugo lernen“ hinzugefügt habe.
Es fühlt sich also eher so an, als hätte sich eine meiner Facetten erweitert. Ob ich das nutzen kann oder ob es bereits genutzt wird, ist etwas, das mir wohl erst im Laufe der Zeit bewusst wird. Diese chemische Reaktion habe ich selbst noch nicht ganz erfasst (lacht).
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Wie Takahashi sich der Rolle der Hikaru stellt und ihr Schauspiel sowie das Rakugo zum Ausdruck bringt, ist definitiv ein Punkt, auf den man beim Schauen von „Akane-banashi“ besonders achten sollte.
Berichterstattung, Fotos und Text: kato
(C)末永裕樹・馬上鷹将/集英社・「あかね噺」製作委員会





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