![[Fotos/Bilder] „Er ist erst 16 Jahre alt, nicht wahr?“ – Worauf Synchronsprecher Kenshō Ono bei der Rolle von Yuru in „Daemons of the Shadow Realm“ besonders achtet. 1](https://times-abema.ismcdn.jp/mwimgs/a/c/724w/img_ac4f5516ac362c90e84426e75ef6e8791077343.jpg)
„Daemons of the Shadow Realm“ ist das neueste Werk der Mangaka Hiromu Arakawa, die vor allem für Klassiker wie „Fullmetal Alchemist“ und „Silver Spoon“ bekannt ist. Die Geschichte, die aktuell im Magazin „Monthly Shonen Gangan“ erscheint, wird als übernatürliche Fantasy beschrieben. Sie handelt von Paaren mysteriöser Wesen, den sogenannten „Tsugai“ (Daemons), und jenen „Meistern“, die sie befehligen.
Im Mittelpunkt stehen der Protagonist Yuru, der als Jäger tief in den japanischen Bergen lebt, und seine Zwillingsschwester Asa. Die Handlung verbindet packende Action-Kämpfe mit komödiantischen Elementen – gezeichnet in dem für Arakawa so typischen Stil.
Die im April gestartete TV-Anime-Adaption wird von Bones Film (Studio Bones) produziert. Die bereits veröffentlichten Szenen bestechen durch ihre extrem hohe Qualität, was das Projekt zu einem Highlight für Anime-Fans im In- und Ausland macht. Dieser Artikel basiert auf einem Interview mit Kensho Ono (Stimme von Yuru), Yume Miyamoto (Asa) und Misaki Kuno (Gabu-chan). Wir konzentrieren uns dabei vor allem auf Onos Eindrücke vom Originalwerk und seine Herangehensweise an die Rolle.
In den ersten beiden Folgen des Animes wird Yurus Dorf von Asa, Gabu-chan und ihrer Gruppe angegriffen. Mit der Hilfe von Dera und Hana beginnt für Yuru eine schockierende Reise in die für ihn völlig fremde „untere Welt“.
Auf die Frage nach seinem ersten Eindruck vom Manga antwortete Ono: „Ich erinnere mich noch gut daran, wie mein Herz raste, als ich die Szene des Überfalls las. Alles beginnt so friedlich, und plötzlich werden die Menschen angegriffen.“
„Dass man die Geschichte flüssig weiterlesen kann, ohne dass sie sich zu schwer anfühlt, ist typisch für Arakawa-sensei“, fügte er hinzu. Zudem verriet er, dass er den Manga bereits bis zum aktuellsten Band gelesen hatte, noch bevor er das Ergebnis seines Castings kannte.
Wie nimmt Ono Yuru wahr, der sich so sehr um seine Schwester sorgt? Mit Blick auf die ersten beiden Folgen erklärte Ono: „Ich hatte das Gefühl, dass er ein Junge ist, der einen extrem starken Drang verspürt, Verantwortung zu übernehmen. Er handelt für Asa, die wegen ihrer ‚Pflicht‘ das Haus nicht verlassen darf. Man spürt auch, dass er durch das Verschwinden seiner Eltern gezwungen war, viel zu früh erwachsen zu werden.“
Infolgedessen legte Ono seine Rolle schon beim Casting sehr reif an. Doch er reflektiert heute: „Da er streng nach den Jagd-Lehren seines Vaters aufgewachsen ist, dachte ich, es sei passend, ihn reifer wirken zu lassen. Aber Yuru ist ja erst 16 Jahre alt. Mir wurde erst später wieder richtig bewusst, dass er eigentlich noch ein Kind ist. Ich habe dem Sound-Regisseur danach sogar gesagt, dass ich ihn beim Casting vielleicht eine Spur zu erwachsen angelegt hatte.“
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Durch den Angriff verlässt Yuru seine vertrauten Berge und muss sich in der unbekannten modernen Welt zurechtfinden. Alles, was er bisher für wahr hielt – die Existenz der Daemons oder die Identität der Person, die er für Asa hielt –, wird auf den Kopf gestellt. Wir fragten Ono nach den Herausforderungen bei den Aufnahmen (After-Recording).
„Er wird von Situationen herumgeschleudert, die er nicht versteht. In Folge 1 und 2 ist er in einem Zustand, der fast an Panik grenzt. Diese Frustration, handeln zu müssen, ohne die Hintergründe voll zu akzeptieren... einfach gesagt: Es war verdammt anstrengend (lacht)“, so Ono. Dennoch verliefen die Aufnahmen selbst sehr reibungslos.
Es bleibt spannend zu sehen, wie Ono die Entwicklung von Yuru zwischen rasanter Action und der langsamen Anpassung an die Außenwelt weiter verkörpern wird. Passend zum Thema der „Paare“ (Tsugai) stellten wir ihm im Interview auch die Frage: „Was ist für Sie als vielbeschäftigter Synchronsprecher im Leben absolut untrennbar?“
Nach kurzem Überlegen antwortete Ono: „Bei mir ist es wohl das Privatleben. Ich bin jemand, der Arbeit und Freizeit strikt trennt. Sobald der Job erledigt ist, möchte ich eigentlich gar nicht mehr über die Arbeit sprechen.“
Ono war bereits als Kinderschauspieler aktiv. Auf die Frage, ob das schon immer so war, erklärte er: „Am Anfang war das nicht so. Aber wenn man das von klein auf macht, hat man irgendwann das Gefühl, viele andere Dinge verpasst zu haben. Zum Beispiel hatte ich kaum Kontakt zu den Spielen oder Animes, für die sich alle anderen in meinem Alter begeisterten.“
Er fuhr fort: „Als ich erwachsen wurde, fragte ich mich plötzlich, ob es auch andere Optionen gegeben hätte. Ich liebe die Schauspielerei und sie steht für mich an erster Stelle, aber ich möchte auch die Dinge wertschätzen, die ich früher vernachlässigt habe oder die mich heute interessieren. Man könnte sagen, dass ich in mein Privatleben heute genauso viel Energie stecke wie in meinen Job.“
Zum Abschluss des Interviews richtete er eine Botschaft an die Fans: „Ich weiß, dass viele von Ihnen hohe Erwartungen an dieses Werk haben. Wir geben unser Bestes, um diesen gerecht zu werden. Die Aufnahmen fühlen sich jedes Mal sehr gut an, also freue ich mich, wenn Sie das Ergebnis auf dem Bildschirm genießen.“
Yuru wird im Laufe der Geschichte noch vieles erfahren. Freuen Sie sich auf die kommenden Episoden und verpassen Sie keine einzige davon.
![[Fotos/Bilder] „Er ist erst 16 Jahre alt, nicht wahr?“ – Worauf Synchronsprecher Kenshō Ono bei der Rolle von Yuru in „Daemons of the Shadow Realm“ besonders achtet. 3](https://times-abema.ismcdn.jp/mwimgs/9/f/724w/img_9f2cb45c6c45a51457b1d37f92dec6971763408.jpg)
Interview, Fotos und Text / kato
(C) Hiromu Arakawa/SQUARE ENIX, Project TSUGAI










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