[Fotos/Bilder] Die Heldin des TV-Anime "The Oblivious Saint Can't Contain Her Power", die die Synchronsprecherin Rie Takahashi als eine Figur verkörperte, bei der man "ihre Lebensgeschichte spüren" soll 1
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Der TV-Anime "The Oblivious Saint Can't Contain Her Power" wird seit dem 30. Juni 2026 ausgestrahlt und gestreamt. Die Geschichte beginnt damit, dass Carolina, die zweite Tochter des Hauses Herzog Sanchez, die mit Minderwertigkeitskomplexen kämpft, eine politische Ehe mit Edward, dem zweiten Prinzen des Nachbarlandes, für ihr Land akzeptiert. Diese Entscheidung wird jedoch zum Auslöser, der ihr Leben drastisch verändert.

Carolina, die von ihrer älteren Schwester Flora – einer talentierten und schönen Saint-Kandidatin – schikaniert wurde, lernt Edward und die Menschen des Marcosias-Reiches kennen. Dadurch wird sie allmählich angemessen gewürdigt und lernt, sich selbst zu akzeptieren. Die Story schildert, wie sich dabei auch die mysteriöse Kraft offenbart, die sie von Natur aus besaß.

In diesem Artikel präsentieren wir ein Interview mit der Synchronsprecherin Rie Takahashi, die Carolina Sánchez (nach der Hochzeit Carolina Ruby Martínez) ihre Stimme leiht. Wir haben sie nach ihrem Ansatz bei der Rollengestaltung gefragt und wie sich Carolina, die sich selbst immer wieder verleugnete, verändern wird.

—— In der ersten Episode, die wir bei der Vorab-Screening-Veranstaltung sehen durften, war Ihr Schauspiel sehr beeindruckend: Carolina wurde von ihrer Schwester Flora schikaniert, und in ihren Worten war überhaupt kein Selbstvertrauen zu spüren.

Takahashi: Da Carolina eine Figur ist, die den Titel des Werks verkörpert, neigt man leicht dazu, vorauszuahnen, dass sie zweifellos großen Erfolg haben wird. Mir war es jedoch wichtig, beim Schauspielern die Lebensanschauung und das, was sie (bis zur ersten Episode) durchgemacht hat, im Fokus zu behalten.

Das, was die Denkweise und die Aussagen eines Menschen formt, ändert sich meiner Meinung nach stark dadurch, welche Worte man von den Mitmenschen gehört hat oder ob man in einer Umgebung war, in der man seine Fähigkeiten entfalten konnte. In ihrem Fall war das Umfeld, in dem sie aufgewachsen ist, jedenfalls denkbar schlecht. Ich hatte den Eindruck, dass sie in der ersten Episode an einem Punkt startet, der gar nicht ihrem wahren Ich entspricht.

—— Das stimmt allerdings.

Takahashi: Deshalb liegt ihren Aussagen selbst zwar ein Mangel an Selbstvertrauen zugrunde, aber ich wollte nicht, dass es einfach nur düster klingt. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber ich wollte sozusagen zum Ausdruck bringen, dass man ihre Herkunft und Lebensgeschichte heraushört...

—— Eine solche Carolina wird ab der zweiten Episode durch die Begegnung mit Edward und den Menschen des Marcosias-Reiches allmählich von ihren Fesseln befreit und wächst an den Herausforderungen. Indem sie das Gefühl bekommt, dass sie da sein darf, kommen ihre ursprüngliche Güte und ihre innere Stärke immer mehr zum Vorschein. War Ihr Ansatz bei der Rollengestaltung so, dass ihr wahres Ich von Anfang an als Ziel feststand und sie sich mit jeder weiteren Episode darauf zubewegt hat?

Takahashi: Ja, genau. Ich habe wohl schon im Vorfeld (bevor ich die erste Episode gesprochen habe) entschieden, dass Carolina im Grunde so ein Mädchen ist. Ihre ursprüngliche Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und nach vorne zu blicken, sollte eigentlich auch der Energie ihrer Worte innewohnen. Doch durch die Umgebung, in der sie aufgewachsen ist, und weil es niemanden gab, mit dem sie so sprechen konnte, war sie blockiert und dazu nicht in der Lage.

—— Es ist also genau so, dass sich durch den Tapetenwechsel einfach alles verändert.

Takahashi: Weil die Menschen um sie herum ihr richtig zugehört und sie dazu ermutigt haben, sich auszudrücken, hat sich ihre innere Blockade gelöst. Sie wurde heiterer sowie sanfter und konnte so Schritt für Schritt ihre Gefühle vermitteln.

Natürlich passen Wörter wie "Wachstum" oder "Veränderung" hier auch, aber ich glaube, dass dies Talente waren, die Carolina schon immer besessen hat. Ich hatte eher den Eindruck, dass es nichts Neues ist, das sie durch ihr Wachstum erlangt hat, sondern dass sie endlich zeigen konnte, was bereits in ihr steckte.

—— Was haben Sie bei diesem Ansatz in den Dialogen mit Haruka Shiraishi, der Stimme von Flora, besonders beachtet?

Takahashi: Worauf ich besonders geachtet habe, war die Art und Weise, wie Carolina die Dinge aufnimmt. Wenn ihr schreckliche Dinge an den Kopf geworfen werden und sie zusammenzuckt, wollte ich eine Atmosphäre vermitteln, die spürbar macht, dass dieser Zustand für Carolina quasi permanent und endlos war.

—— Flora feindet sie ja an, weil sie glaubt, dass ihre Mutter wegen Carolinas Geburt gestorben ist. Für Carolina zog sich das schließlich schon seit ihrer frühesten Kindheit durch, seit sie denken kann.

Takahashi: Richtig. Ich war mir stets bewusst, dass die erste Episode auf genau dieser ununterbrochenen Vorgeschichte aufbaut.

—— Wie eine in dieser Situation steckende Carolina nun eine Liebesgeschichte mit Edward spinnt, der auf eine ganz andere Weise ungeschickt ist, stellt ein echtes Highlight des gesamten Werks dar. Welchen Eindruck hatten Sie von diesem Aspekt?

Takahashi: Ich fand die reine, unverfälschte Distanz zwischen den beiden einfach wunderschön und liebenswert. Ich kam zum ersten Mal mit der Original-Light-Novel in Berührung, als ich das Angebot für das Special-PV erhielt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mich mit Herrn Makoto Furukawa (Stimme von Edward), der damals mit mir im Studio war, darüber unterhielt, wie toll die Distanz zwischen den beiden ist.

Es ist eine Romanze, in die die Selbstzweifel und das Gefühl der Orientierungslosigkeit, die beide in sich tragen, stark hineinspielen. Mein allererster Eindruck war, dass die Nuancen dieses frustrierenden Auf und Abs, bei dem es nicht recht vorangeht, unheimlich unterhaltsam sind.

—— Möchten Sie zum Schluss noch eine Botschaft an die Fans richten, die sich schon auf die Ausstrahlung freuen?

Takahashi: Ich denke, das Werk ist so gestaltet, dass es selbst für diejenigen, die zum ersten Mal eine "Saint"-Geschichte sehen, einen perfekten Einstieg bietet. Ich wünsche mir, dass viele verschiedene Menschen zuschauen. Die Story hat ein tolles Tempo, fühlt sich erfrischend an und wird den Zuschauern sicher viel Kraft schenken. Bitte sehen Sie es sich unbedingt an.

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Wie wird Carolina zu der Gestalt zurückfinden, die sie von Natur aus besaß? Freuen Sie sich auf die Ausstrahlung und achten Sie dabei auch auf die feinen Nuancen in Takahashis schauspielerischer Leistung.

Interview, Fotografie & Text / kato
(C)あーもんど/アース・スター エンターテイメント/無自覚聖女は今日も無意識に力を垂れ流す製作委員会

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